Weltcup Ski Alpin – Eine Zwischenbilanz

24.02.2025

Das überraschend positive Abschneiden der heimischen SkifahrerInnen bei der WM in Saalbach-Hinterglemm vermag deren Krise im Weltcup-Geschehen nicht zu übertünchen; die bisherigen Ergebnisse im Weltcup sind ein Spiegelbild dessen, was der ÖSV in den letzten Jahren grob fahrlässig verabsäumt hat: In allen nur erdenklichen Belangen fehlt es am Nachwuchs; für die bescheidenen Erfolge auf der internationalen Bühne der Weltcupgeschehens sorgen AthletInnen, die ihren Leistungszenit bereits überschritten haben (Vincent Kriechmayr (33), Manuel Feller (32), Johannes Strolz (32), Michael Matt (31), Mirjam Puchner (32), Cornelia Hütter (32) und Stefanie Venier (31)).

Quelle: https://sport.orf.at/stories/3134859/

Einzig, wenn man so will, Raphael Haaser (27), Marco Schwarz (29), Katharina Liensberger (27) sowie Julia Scheib (26) geben noch Anlass zur Hoffnung – der Rest ist von der Weltspitze dermaßen weit entfernt, dass man schon ein Fernglas benötigte, um diese noch zu sehen; was haben Mitläufer wie Hemetsberger (33), Striedinger (33), Babinsky (28), Raschner (30), Brennsteiner (33), Ploier (27), Feuerstein (28), Rieser (26), Traninger (26), Pertl (28), Brunner (31), Gallhuber (27), Truppe (29), Huber (29), Gritsch (27), Ager (29) oder Fest (26) im Weltcup überhaupt noch verloren?

Quelle: https://kurier.at/sport/wintersport/nach-dem-slalom-debakel-fuer-oesterreich-wie-schlecht-ist-der-oesv-heuer-tatsaechlich/402255960

Ihr einziger "Zweck" ist, Punkte für die Nationenwertung zu liefern; die genannten 10 Herren bringen es auf insgesamt 955 Weltcup-Punkte, die 7 Damen auf 545; nur zum Vergleich: Alice Robinson (23) hat als Starterin für Neuseeland(!) nur 20 Punkte weniger als unsere 7 ÖSV-Stars; und bei den Herren benötigt Österreich 10 ÖSV-"Heroes", um nur rund 300 Punkte hinter Marco Odermatt zu liegen bzw. Henrik Kristoffersen abzuhängen.

Auch im "Nachwuchs" hinken wir planlos hinterher; im Altersbereich von 20 – 25 haben wir niemanden, der auch nur ansatzweise in der Lage wäre, in den nächsten Jahren für Furore zu sorgen und sich mir den Weltbesten zu messen; glaubt beim ÖSV ernsthaft jemand daran, man würde mit Nina Astner (24), Lisa Hörhager (23), Magdalena Ager (24), Victoria Olivier (20), Joshua Sturm (23), Vincent Wieser (22), Felix Hacker (25), Stefan Eichberger (24) und Lucas Feuerstein (23) reüssieren können?

Quelle: https://exxpress.at/sport/oesv-damencheftrainer-alarmiert-technisches-niveau-nicht-am-besten-stand/

Wer bis 25 nicht in der Lage ist, Rennen gewinnen und sich dauerhaft unter den 10 Besten der Welt etablieren zu können, ist kein Siegertyp und für den alpinen Rennsport nicht geeignet.

Das ÖSV-Team lebt ausschließlich von jenen, die bereits bewiesen haben, wie man Erfolge einfährt; ohne Kriechmayr, Hütter & Co würden wir selbst in der Nation-Wertung dort zu finden sein, wo wir in Wirklichkeit hingehörten: Im Niemandsland der Bedeutungslosigkeit – die relativ guten Platzierungen in diesen Nationen-Wertungen verdanken wir nur der Tatsache, dass der ÖSV über genügend Geld verfügt, sich den Luxus leisten zu können, alle, die blaue von roten Toren unterscheiden können, am Weltcup-Geschehen teilnehmen zu lassen.

Quelle: https://www.diepresse.com/19212559/roswitha-stadlober-der-oesv-und-das-verspaetete-christkind

Wenn man sich den Spaß erlauben würde, die Punkte in den jeweiligen Nationen-Wertungen durch die Anzahl derjenigen LäuferInnen zu dividieren, die für diese Punkte verantwortlich bzw. erforderlich waren, würde man erkennen, wie hilflos aufgebläht und erfolglos der ÖSV im alpinen Bereich tatsächlich dasteht; ich gehe jede Wette ein, dass Österreich bei einer solchen Wertung weder bei den Damen noch bei den Herren unter den 7 besten Nationen aufzufinden wäre und im Gesamt-Nationen-Weltcup mit Sicherheit nicht unter den besten 10; bei uns fahren ja sogar die "Blinden" mit, die eventuell irgendwo ein paar Körnchen aufpicken könnten – und das ist nicht nur eine Schande sondern eine sportliche Bankrotterklärung für den ÖSV und dessen Präsidentin Roswitha Stadlober; was in diesem Verband seit ein paar Jahren "abgeht", ist an Dämlichkeit und unreflektierter, heil- wie hilfloser Selbstüberschätzung kaum zu überbieten.

Chr. Brugger

24/02/2025