Von Trump lernen
Wenn es um Hilfe für die Ukraine geht, könnten die Vertreter der typisch europäischen "Wachsamkeitspolitik", die neuerdings unter dem Schlagwort "Wokeness" firmiert, so einiges lernen.
Wachsam waren von der Leyen & ihre "Hirtenspieler" bislang immer nur dann, wenn es darum ging, europäische Werte gegen den Aggressor, das von Wladimir Putin beherrschte Russland, verteidigen zu wollen.
Dieser Politik der überordneten Wachsamkeit, der man all das, was Europa noch zur Verfügung hat, unterzuordnen bereit war, verdanken wir auch jene Nachteile, die seit Jahr und Tag unseren Wohlstand in Europa gefährden – billige Energie aus allerlei russischen Quellen.

Quelle: https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/von-der-leyen-zu-besuch-bei-selenskyj-zwei-die-sich-riechen-koennen-83863466.bild.html
Von keinem einzigen europäischen Politiker, abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen, konnte man bislang vernehmen, der Ukraine müsse unsere uneingeschränkt woke Solidarität auch etwas wert sein; ganz im Gegenteil: Der ukrainische Berufskomiker Wolodymyr Seleknskyj kann im europäischen Haus ungeniert aus- und eingehen, wie es ihm beliebt und so, als ob er hier bereits zuhause wäre – Hausherrin "Uschi" hat offenbar nicht nur Türen und Tore willfährig-devot geöffnet, sondern zumindest auch ihr Herz.
Der Komiker hat alle Rechte und dafür keine Pflichten.
Donald Trump will sich an diesem woken Spiel nicht beteiligen; für ihn wird wirtschaftliche und militärische Hilfe nichts mit Wachsamkeit zu tun haben, sondern von adäquaten Gegenleistungen abhängig sein; "du ut des" ("ich gebe, damit du gibst") lautet die klare Botschaft und nicht "nimm dir, was du willst".
Wer das Schicksal Europas mit demjenigen der Ukraine verbindet, darf sich wundern, gemeinsam unterzugehen – und genau das will Trump nicht.
Zum US-Präsidenten kann man stehen, wie man will – man kann von ihm zumindest aber lernen, wie man "dealt": Trump "dealt", von der Leyen & Co sind "tilt" – müde, schlapp und kaputt.
Europa opfert, mit Blindheit geschlagen, seinen Wohlstand recht billig wie willig am Grab der Ukraine – Trump hingegen lässt sich sein Engagement dort etwas kosten – und mögen es auch "nur" seltene Erden sein, mit denen er die USA bereichern will.
Am Ende des Tages werden wir beurteilen können, wer Recht hatte – Europa mit seiner absurden Wokeness oder Trump mit seinen umstrittenen Deals.

Quelle: https://www.kleinezeitung.at/meinung/18465520/europa-und-die-jungen
Ginge es nach den "österreichischen Europäern", allen voran Helmut Brandstätter (69) & Lena Schilling (24), wäre die Haltung Europas alternativlos; ob alternativlos oder einfach nur naiv – auch das werden wir bald wissen; wenn wir es wissen, wird es aber zu spät sein.
Was wir noch lernen könnten: Kurzsichtigkeit kennt, ebenso wie Naivität, kein bestimmtes Alter ...
Chr. Brugger
09/02/2025