„Knauß und ORF-Mann Polzer flippten völlig aus“
Um es noch einmal zu betonen: Bei jeder Medaille für einen Österreicher ist meine Anerkennung für die Gewinner derselben nicht weniger groß als bei ausländischen Erfolgen; mir ist es völlig einerlei, wer bei einem Skirennen gewinnt oder verliert.
Meine Aversion gegen Skirennen an sich hat andere Gründe; zwei davon sind schnell beschrieben: Erstens hat der ÖSV nicht nur eine Verantwortung für "Ski Alpin" sondern für zahlreiche andere Sportarten, die von den dafür Verantwortlichen, in Relation zum "alpinen Flaggschiff", nur stiefmütterlich und als überflüssige "Zugaben" behandelt werden; und zweitens kotzt mich die Selbstherrlichkeit der Funktionäre an, mit der sie ihre kruden Fantasien von einer "Skination", die den Anspruch erhebt, die weltweit beste sein zu wollen, transportieren; die "Allmacht" des ÖSV, dessen absurd aufgeblähte Verbandsstruktur, die vor allem mit dem Geld aller SteuerzahlerInnen finanziert wird, ist schlichtweg durch nichts zu rechtfertigen; die monetäre Hilfe für einen solchen Funktionärs- und Betreuerirrwitz muss drastisch gekürzt und auf ein vernünftiges Maß reduziert werden – dies auch auf Basis der seit Jahren ausbleibenden Erfolge im Weltcup-Geschehen; die bescheidenen Erfolge rechtfertigen nie und nimmer den enormen finanziellen Aufwand, der mit dem gesamten Betrieb einhergeht.

Quelle: https://www.spox.com/wintersport/news/super-talent-clement-noel-der-aelteste-21-jaehrige-den-ich-im-skirennsport-je-gesehen-habe/4554870
Ob der laufend zur Schau gestellten "Wir sind der Ski"-Mentalität von Präsidentin Stadlober & Co, die scheinbar suggerieren soll, wir Österreicher hätten Ski-alpin gleichsam die Weisheit mit dem Löffel gefressen und das Wedeln auf zwei Bretteln auch noch erfunden, muss man sich die Frage stellen, warum dann Albaner, Slowaken, Slowenen, Kroaten und sonstige "Exoten" wie Andorra oder Belgien bzw. Brasilien dem Großteil der ÖSV- "Stars" seit geraumer Zeit "um die Ohren" und vor allem davonfahren.
In der Nationenwertung haben wir seit Jahren gegen die Schweiz, die einen ähnlichen, wenn auch bei weitem geringeren, Aufwand betreibt, nicht den Funken einer Chance; den zweiten Platz in dieser Wertung verdanken wir einzig der Tatsache, dass wir viele Platz- aber nur eine Handvoll Siegfahrer haben; wir schöpfen Startkontingente aus, die leistungsmäßig durch nichts plausibel begründbar sind.
Und nun zum zweiten Grund: Man muss als sportinteressierter Zuseher froh sein, dass Skirennen nicht nur vom ORF, sondern fallweise auch noch von anderen Rundfunkanstalten übertragen werden; ohne EUROSPORT und ARD bzw. ZDF müsste man sich über die Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm anderweitig informieren; denn dafür, was der ORF an Reporter-Irrsinn anzubieten hat, benötigt man (im Sinne Karl Nehammers) Alkohol oder Psychopharmaka – nur für Burger von McDonalds fehlte es an Appetit.

Quelle: https://www.skinews.ch/news/2023/kristoffersen-barkenes-erstmals/
Ohne Unterstützung aus der "medizinischen Abteilung" ist beispielsweise das peinlich, peinlicher, Pariasek nicht auszuhalten; garniert wird die ORF-Sahnetorte von hellsten Kerzen & Mundartakrobaten wie Hosp, Puchner, Schmiedhofer & Knauss – kein Wort Deutsch, dafür deftige Dialekttiraden oder unsportliches Kauderwelsch; und dazu gesellen sich dann auch noch, zu allem Übel, Figuren wie Oliver Polzer & Ernst Hausleitner, die ohne technische Hilfsmittel bzw. mit freiem Auge nicht einmal in der Lage wären, die Besten von Schlechteren zu unterscheiden; übertüncht wird diese Reportage-Farce zusätzlich noch von einer aufgebrezelten Dauerrednerin wie Alexandra Meissnitzer; es grenzt an ein Wunder, dass sie beim Reden nicht kollabiert, weil sie dabei auf das Atmen vergisst – zum Denken fehlt es dann leider und ganz offensichtlich an Sauerstoff.
Insofern hat es auch ein Gutes, dass heute die Ski-WM ihr zeitliches Ende findet – beim Slalom der Herren können alle ORF-Mitarbeiter ein letztes Mal ihr schier grenzenlos scheinendes Talent unter Beweis stellen, etwas größer und wichtiger erscheinen zu lassen, als es in Wirklichkeit ist.
Ich wünsche unseren Rennläufern alles Gute; für ÖSV & ORF wäre es aber allenfalls recht heilsam, würden wir heute nichts gewinnen; dann würden sie allenfalls etwas besser verstehen, dass im heimischen Forst des alpinen Skigeschehens die Bäume nicht in den Himmel wachsen und eine Ski-WM keine "Weltsensation", sondern schlicht und ergreifend nichts anderes ist als eine ganz normale Veranstaltung für eine Randsportart; denn mehr ist der Skirennsport eben nicht – eine recht bedeutungslose Randerscheinung im globalen Sportgeschehen.
Prognose:
- Manuel Feller
- Clément Noël
- Atle Lie McGrath
Der Titel dieses Artikels ist dem Nachrichtenportal https://www.msm.com entnommen.
Übrigens: Im ARD ist von 09.30 Uhr - 10.00 Uhr "Die Sendung mit der Maus" zu sehen, im ZDF wird zeitgleich ein "Katholischer Gottesdienst" übertragen und im Schweizer Hauptfernsehsender SFR 1 läuft "GESUNDHEITHEUTE – Die Gesundheitssendung mit Dr. Jeanne Fürst"- soviel zur Bedeutung eines WM-Slaloms, der scheinbar, wenn überhaupt, nur in unserer Bananenrepublik interessant ist ...
Chr. Brugger
16/02/2025