Holpriger Start in die nordische Ski-WM

28.02.2025

Der erste Wettkampftag der nordischen Ski-WM in Trondheim (NOR) hat für Österreich mit einem Bauchfleck begonnen; der 26-jährige Langläufer Lukas Mrkonjic ist bereits im Qualifikationslauf zum Freistil-Sprint zu Sturz gekommen und ausgeschieden; dasselbe Schicksal erlitt, eine Runde später, Benjamin Moser – der dritte ÖSV-Athlet, Michael Föttinger, hatte zuvor, als 45., die Qualifikation für die besten 30 nicht erreicht.

Positiv ist beim Freistil-Sprint lediglich die Burgenländerin Magdalena Scherz (23) in Erscheinung getreten; sie ist als 20. im Viertelfinale zwar ausgeschieden; allein die erfolgreiche Qualifikation für die Top 30 ist aber durchaus als Erfolg zu werten.

Bei der dritten Medaillenentscheidung am gestrigen Tag gingen die ÖSV-Kombiniererinnen, wie erwartet, "leer" aus; Lisa Hirner (7.) kam als einzige unseres Quartetts unter die Top 10 – mit der Medaillenentscheidung hatten Österreichs Kombiniererinnen aber nicht das Geringste zu tun.

Quelle: https://www.svd.se/a/jlkmVz/nu-ar-sundling-storst-genom-tiderna

Die "großen" Sieger des ersten Wettkampftages waren andere: Jonna Patricia Marie Sundling (SWE) sicherte sich nach Oberstdorf (2021) und Planica (2023) zum dritten Mal den WM-Titel im Sprint; und Johannes Høsflot Klæbo (NOR) erweiterte seine ohnedies bereits imposante WM-Medaillen-Sammlung um eine weitere Goldmedaille; der 28-jährige "Goldjunge" ist seit 2019 (Seefeld) in allen WM-Sprintrennen (Einzel & Team) unbesiegt.

Bei den Kombiniererinnen dominierten die Zwillingsschwestern Yuna & Haruka Kasei (JAP) als Weltmeisterin bzw. Bronzemedaillengewinnerin; einen Doppelsieg der beiden 21-jährigen Japanerinnen verhinderte einzig Gyda Westvold Hansen (22, NOR).

Positiv war aus österreichsicher Sicht am gestrigen Tag das Ergebnis der Qualifikation für die heutige Entscheidung beim Skispringen auf der Normalschanze; Jacqueline Seifriedsberger (3.), Lisa Eder (5.), Eva Pinkelnig (8.) sowie Julia Mühlbacher (18.) qualifizierten sich mühelos für das Finale.

Medaillenchancen für Österreich gibt es heute in zweifacher Hinsicht; einerseits zählen die heimischen Skispringerinnen auf den Normalschanze zumindest zu den Co-Favoritinnen; wenn alles glatt läuft bzw. fliegt, wird es aber außergewöhnlicher Leistungen bedürfen, Nika Prevc & Anna Odine Strøm zu überflügeln.

Quelle: https://photaq.com/page/pic/94611

Noch höher sind die Erwartungen allerdings im Mixed-Wettkampf der KombiniererInnen; es müsste schon "saublöd" zugehen, wenn unser Quartett (Lisa Hirner, Claudia Purker, Johannes Lamparter u. Stefan Rettenegger) "leer" ausginge – einzig das norwegische Team scheint "unbesiegbar" zu sein; mit dem "Rest" können sich unsere Athleten aber jedenfalls messen; Deutschland, Japan und Österreich werden um Silber und Bronze kämpfen – alle anderen Nationen haben, das muss der Vollständigkeit halber auch gesagt werden, bei diesem Wettkampf nicht einmal die geringsten Erfolgsaussichten; dafür fehlt es diesem Teambewerb an leistungsmäßiger Dichte und damit auch an sportlicher Attraktivität.

Chr. Brugger

28/02/2025