Felix Austria

09.02.2025

Was 1364 mit der "Einverleibung" Tirols in das Herzogtum des "Stifters" Rudolf IV. begann, genießt heute, mehr denn je, Aktualität; seit rund einem halben Jahr ist Österreich regierungs- und kopflos; dieser "Mut zur Lücke" hält seit dem Beginn des Kampfes um die Nationalratswahl bis heute unvermindert an.

Quelle: https://newsroom.salzburgerland.com/das-sportliche-programm-der-ski-wm/

Dafür, das muss man konstatieren, hält sich die Alpenrepublik eigentlich erstaunlich gut; es fehlt uns an nichts; der ORF versorgt beispielsweise die EinwohnerInnen mit einem "rund-um-die-Uhr" WM-Verwöhn- und Wohlfühlprogramm, die heimischen Wedler gewinnen, vor den leuchtenden Augen unserer Polit-Hautevolee, Medaillen am laufenden Band und alles andere nimmt seinen üblichen Lauf.

Um ehrlich zu sein – es geht uns besser denn je.

Man muss sich daher allen Ernstes mit der Frage beschäftigen, ob es nicht besser wäre, die Bemühungen, zwangsweise eine neue Verwaltung für das Land zusammen zimmern zu wollen, nicht noch weitere 60 Monate andauern zu lassen, dem "Ganzen" also noch etwas mehr Zeit zu geben; wozu mühen sich FPÖ & ÖVP denn ab, wenn ohnedies alles glatt läuft – vom Bundespräsidenten abwärts ist alles wie immer.

Wüsste man nicht, dass Nehammer nicht mehr und Schallenberg schon wieder Bundeskanzler spielen darf, müsste es einem jemand erzählen; von keinem einzigen Beamten oder Vertragsbediensteten hat man bislang vernommen, er würde sein Gehalt nicht mehr überwiesen bekommen; Radar- und sonstige Verwaltungsstrafen werden weiterhin verhängt, die Gerichte entscheiden, die Züge fahren und jeden Tag geht die Sonne auf bzw. auch wieder unter.

Wozu also sollten wir eine neue "Regierung" brauchen?

Quelle: https://www.ski1.at/ski1/red/w/s/ski-wm-2025/diashows/hier-erhaelt-stephanie-venier-ihre-goldene/?page=2

Hätten wir eine, dann stünden die Medien dieses Landes vor dem Problem, nicht mehr mutmaßen zu können, sondern sich ernsthaft mit jenen Themen beschäftigen zu müssen, die das Land verändern könnten; da der gelernte Österreicher aber keine Veränderung wünscht, sind Blicke in die politische Glaskugel allemal besser als kritische Auseinandersetzungen mit allenfalls recht unliebsamen Veränderungen.

Konstanz gibt Sicherheit – daran führt weder ein Weg noch ein laufendes Fordern von einschneidenden Maßnahmen vorbei; warum soll jemand etwas im Bildungssystem verändern wollen, wenn künftig ohnedies die künstliche Intelligenz der natürlichen Dummheit das Wasser abgräbt?

Warum soll man am, in die Jahre gekommenen, Pensionssystem etwas ändern, wenn einem damit die eigenen Anhänger abhandenkommen?

Es ist, an und für sich, recht einfach: Wenn niemand etwas ändert, ändert sich nichts und alles nimmt, wie schon bisher, seinen gewohnten Lauf – und genau das will die absolute Mehrheit der Bevölkerung.

Was würden wir sagen bzw. wie sehr würden wir uns darüber echauffieren, wenn die Medaillen unserer WM-Stars & Sternchen nicht von Alexander Schallenberg, Werner Kogler oder Claudia Plakolm übergeben würden?

Sie sind in Wirklichkeit die wahren WM-Helden – selbstlos und uneigennützig stellen sie sich in den Dienst des Landes, obwohl sie nur übergangsmäßig unterwegs sind.

Quelle: https://www.laola1.at/de/red/wintersport/ski-alpin/diashows/mirjam-puchner---bilder-ihrer-karriere/?page=1

Man darf nicht immer alles nur negativ sehen; dass wir noch immer keine neue Bundesregierung haben, ist doch einerlei; das Land hat sich in den letzten 180 Tagen weder verändert noch kann jemand behaupten, es ginge ihm schlechter als zuvor – und was will man mehr?

Insofern ist Österreich immer noch glücklich – eben Felix Austria

Chr. Brugger

09/02/2025