Europa bekommt die Rechnung präsentiert

05.03.2025

Mehr als 3 Jahre nach dem Kriegsbeginn in der Ukraine halten die "Europäer" nun die Rechnung in Händen, die ihnen Donald Trump & Wladimir Putin gemeinsam übermittelt bzw. präsentiert haben; Europa, respektive der gesamten EU, hat es endlich gedämmert, in die Aufrüstung eines verteidigungsunfähigen Kontinentes investieren zu müssen – das wird hunderte Milliarden Euro kosten und dafür wird vor allem die EU ihre bisherige "Schuldenpolitik" überdenken und von der Schuldenbremse steigen müssen; Europa wird die Rechnung dafür zu bezahlen haben, dass es jahrzehntelang der Illusion unterlegen ist, es militärisch beim Gänseblümchenzählen belassen zu können.

Quelle: https://www.kleinezeitung.at/politik/aussenpolitik/19131355/neue-eu-spitzenvertreter-auf-solidaritaetsbesuch-in-kiew

Parallel dazu dürfen sich die europäischen Strategen mit der Frage beschäftigen, wie sie denn gedenken, in der Ukraine endlich Frieden einkehren zu lassen und dabei behilflich zu sein, damit der Krieg zwischen Russland und der Ukraine nicht zu einer "Dauerlösung" im Streit um territoriale sowie hegemoniale Einflüsse wird.

Guter Rat ist daher im doppelten Sinn recht teuer: Einerseits werden selbst hunderte Milliarden teure Aufrüstungsbemühungen nicht dazu führen, Europa gänzlich vor Russland beschützen zu können; auf der anderen Seite ist selbst mit einer "Bewaffnung bis auf die Zähne" noch nichts gewonnen – weder der militärische Krieg für die Ukraine noch der bevorstehende Wirtschaftskrieg gegen den NATO-Partner USA.

Das Dilemma ist dabei ebenso groß wie die Überraschung – Europa hat sich bislang darauf verlassen, seine hehr-woken Vorstellungen von einem Weltfrieden, globaler Eintracht, Werten sowie Freiheits- und Menschenrechten schönreden zu können; spätestens seit dem 24.02.2022 müsste allen Europäern aber klar gewesen sein, dass die europäische "Friede-Freude-Eierkuchen-Politik" nichts anderes ist als eine aufgeblasene Idyllen-Märe, für die bereits ein Federstreich genügt, um dieses krude Fantasiegebilde zum Einsturz zu bringen.

Selbst nach dem Feststehen des Ergebnisses der Präsidentschaftswahl in den USA haben von der Leyen, Macron & Co den Ernst der Lage nicht erkannt; sie haben weiterhin und völlig unbeirrt auf das "falsche Pferd" gesetzt, Wolodymyr Selenskyj protegiert, Trump als Idioten verunglimpft und so getan, als hätte sich weltpolitisch für sie nichts geändert.

Quelle: https://news.err.ee/1608744892/ursula-von-der-leyen-in-estonia-russian-war-crimes-tribunal-needed#lg=1&slide=0

1 ½ Monate nach dem Amtsantritt Trumps sind Uschi, Kaja & Co nun ganz offensichtlich der Idee verfallen, von ihrer Friedenstaubenpolitik abzurücken und Putin, im Gefolge Trumps, auch militärisch Paroli bieten zu wollen; blöd ist nur, dass europäische Soldaten weder kriegserfahren noch kriegstauglich sind; selbst wenn nach Jahrzehnten der Aufrüstung Waffengleichheit herzustellen wäre, scheiterte eine Auseinandersetzung am offenen Schlachtfeld am Willen der "heimischen" Soldaten, die nur warme Stuben, absurde Trockenübungen und Völlerei gewohnt sind.

So sind die Europäer dazu verdammt, Frieden schließen zu müssen; mit den USA, mit Russland und letztlich mit sich selbst; man wird schon große Teile der Ukraine opfern und auf den Großteil der Sanktionen verzichten müssen, um Putin davon abzuhalten, Europa weiter zu terrorisieren; eine Garantie dafür, dass der russische "Hunger" dann gestillt sein wird, kann zumindest derzeit niemand ernsthaft erwarten.

Die Frage ist nur, was den die Alternative wäre; solange Trump in den USA machen kann, was er will, wird Europas Dilemma nicht kleiner; es dürfte den Europäern nur noch nicht aufgefallen sein, dass Trump in von der Leyen, Kallas, Macron, & Co dasselbe sieht, wie sie in ihm und seinen Epigonen – Dummköpfe eben, die sich von ihm und den Seinen nur dadurch unterscheiden, dass jene zumindest Stärke demonstrieren, die anderen hingegen nur Schwäche.

Chr. Brugger

05/03/2025